Der Montagsstarter von Antetanni, Woche 4 – 2023

Der heutige Montag läutet schon die vierte Januarwoche ein. Der erste Monat des Jahres nähert sich schon dem Ende, die Zeit rast und lässt uns aktuell kaum Platz, um wirklich Luft zu holen. Ein Termin jagt den nächsten, und fast alle sind nicht wirklich schön. Diese Woche steht ein wichtiges Gespräch an und der jährliche Kontrolltermin beim Frauenarzt, der mit immer ziemlich Angst macht.

Antatanni hat sich für den Montagsstarter, den ich mit einer laut schnurrenden Ragdoll auf der Tastatur zu schreiben versuche, nachfolgenden Lückentext überlegt:

❶ Wenn ich an das Finanzamt denke, könnte ich ein wenig neidisch werden. So viel Steuern, wie die von uns einnehmen, das Geld hätte ich gerne.

Wenn ich an den Mittwoch denke, dann beschleicht mich ein ungutes Gefühl. Bei Vorsorgeuntersuchungen kann ja immer etwas Doofes herauskommen und das nährt meine Angststörung, die ich ansonsten so gut im Griff habe, mächtig.

❸Er ist lästig, wird aber sofort erledigt, der Papierkram.

❹ Das Schnurren meiner Katzen ist für mich die schönste Musik.

❺ Jede Woche ein wenig Sport, und wenn es nur zwei lange Spaziergänge oder etwas Gartenarbeit ist.

❻ Häufig macht man sich viel zu viele Sorgen in meinem Alter..

Heute werde ich arbeiten und dem Lieblingsmann die Daumen drücken, im Laufe der Woche sollte mein E-Spinner geliefert werden und ich hoffentlich beruhigt die Frauenarztpraxis verlassen und am Wochenende freue ich mich auf bisher viel freie Zeit.

Wie Ihr oben lesen konntet, kann ich diese Woche ein paar gedrückte Daumen, positive Energie oder ein kurzes Gebet, je nachdem wonach Euch ist, gebrauchen. Ich habe einige mir sehr liebe Menschen an Krebs verloren, habe das aber bisher nicht richtig verarbeitet. Dazu zählt auch die Krebserkrankung meiner Mutter, die aber Gott sei Dank tumorfrei ist und ihre volle Lebensqualität wiedererlangen konnte.

Dann wurde ich im letzten Jahr extrem getriggert durch das Verhalten einer ehemaligen Bekannten, das auf mich extrem toxisch wirkte (es war sicherlich nicht böse gemeint von ihr. Bekannte beinhaltet, dass man sich zu wenig kennt, einige sehr persönliche Dinge nie erfahren hat oder erfahren wollte und deshalb ohne böse Absicht extrem getriggert hat.)  Das trieb mich in unschöne Ängste, die ich zwar fast immer gut im Griff habe, aber eben nur fast immer.

Ich habe lange überlegt, ob ich das hier thematisiere. Aber es gehört zu mir. Als es akut war, gab es nur eine kurze Notfalltherapie, auf einen „echten“ Therapeuten müsste ich etwa drei Jahre warten. Ich habe es aufgegeben, zumal ich inzwischen weiß, ich kann mir selbst durch von der Seele schreiben am besten helfen. Medikamente benötige ich, bis auf eine Lavendelkapsel täglich, keine. Aber natürlich spülen die Ängste immer mal wieder hoch und wenn ich dieses Blog schon führe, dann dürfen diese darin auch einen gewissen Raum haben.

Mein größter Fehler vor solchen Terminen ist übrigens Tante Google. Statistiken beruhigen nicht, sie beunruhigen eher und schüren Ängste. Vorsatz bis Mittwoch: Finger weg davon!

 

8 Comments

  1. Oh, solche Ängste kenne ich aus meinen jüngeren Jahren nur zu gut. Warum sollte frau sie nicht hier benennen? Diese propere, heile Insta-Welt in den Social Media bewirkt bei mir schon mal Brechreiz, denn das Leben ist halt nicht so. Das liegt ja auch nicht daran, dass frau sich nicht genug Mühe gibt.
    Jetzt, im Alter als frischgebackene Witwe, gibt es auch schon mal Momente, da denke ich: Na und, wenn ich Krebs kriege und sterbe – is halt so! Der Mensch, der mir am nächsten war, ist ja auch nicht mehr. Zum Glück packt mich die Lust zu leben, dann doch wieder. Gut, wenn man Gesprächspartner hat.
    Alles Liebe!
    Astrid
    Übrigens war die Tochterfamilie von Landsberg ganz begeistert.

    1. Hallo Astrid,

      vielleicht hat die Tochterfamilie ja Lust, wenn Du das nächste Mal in München bist, noch einmal einen Ausflug zu machen? Mein Mann und ich würden uns sehr freuen :-).

      Liebe Grüße und Danke für Deine beruhigenden Worte

      Sabine

  2. Ojeoje, liebe Sabine, ich hoffe, du kannst einigermaßen sorgenfrei die Tage bis zum Ergebnis überstehen. Ich wünsche dir von Herzen viel Kraft und Zuversicht. ♥
    Herzensgrüße
    Anita

    1. Ich war fix und alle, aber um so größer ist die Erleichterung heute. Meine Ärztin hat engeboten, dass ich alle 6 Monate einen Ultraschall machen lassen kann. Ich überlege, ob ich das annehme oder ob es mehr belastet, denn nutzt…..

  3. Ähnlich wie hier. einige doofe Termine bis Februar… Stärken wir uns gegenseitig, dann kommen wir bestimmt gut durch.
    Daumen sind gedrückt – Gute Gedanken unterwegs…
    Liebe Grüße
    illy

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert